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Das August-Vorwort: Helden der Kindheit

Liebe Leserinnen und Leser,

just an diesem Tag, da ich das Vorwort für Sie niederschreiben will, kam eine traurige Nachricht durch den Äther (ja, ich höre gern Radio): einer der Helden meiner Kindheit, der weltberühmte Fußballer Gerd Müller, war gestorben.

Ziemlich genau noch kann ich mich erinnern, wann mein Interesse für diesen Mann, der einst vom damaligen ­Bayern-Trainer Zlatko »Tschik« Čajkovski liebevoll als »kleines dickes Müller« tituliert wurde, anfing. Eigentlich war ich kein Fußballfan, wenngleich ich ab und an mal auf dem Schulhof nachmittags mitkickte, aber ohnehin immer ins Tor gestellt wurde. Es war eigentlich das Einzige, was ich beim Fußball konnte: Bälle wegfangen. Aber Fußball im Radio hören oder darüber zu lesen, musste nicht sein. Und deswegen habe ich erst 1974 als Zwölfjähriger das erste Mal von Gerd Müller gehört. Am 7. Juli, um genau zu sein.

An diesem Sonntag fand das Endspiel zwischen Holland und Deutschland im Münchener Olympiastadion statt und es gelang meinem kleinen Bruder und mir, um den obligatorischen Sonntagsspaziergang herumzukommen. Den fanden wir ohnehin nicht mehr so prickelnd. Aber dieses Endspiel wollten wir, angesteckt durch die Begeisterung des einen oder anderen Klassenkameraden, auf jeden Fall sehen. Unser Vater war daran bestenfalls desinteressiert.

Für uns waren dabei die ersten Minuten eine echte Enttäuschung. Kaum angepfiffen, stand es 1:0, aber für Holland. Aber wir fanden es toll, wie da auf dem Rasen agiert wurde. Und noch etwas fanden wir toll: »Kleines dickes Müller« und Sepp Maier, der die Bälle so herrlich weit vom Tor schlug.

So hat wohl jeder Mensch Erinnerungen an die Kindheit und Jugend und vor allem die ungezählten Helden dieser Tage, seien es Fußballspieler, die wie Paul Breitner sich heute noch sozial engagieren, oder Filmhelden wie William Shatner oder Harrison Ford.

Jede Zeit gebiert ihre Helden und im Rückblick sind die eigenen alten Helden auch immer besser als die heutigen Helden. Bezogen auf den nun verstorbenen Gerd Müller möchte ich dieser Ansicht sogar zustimmen. Helden sind jedoch, was man nicht vergessen darf, immer ein Ausfluss ihrer Zeit. Deshalb sind viele heutige Helden auch »Helden des Alltags«; engagierte Mitmenschen, ohne die vieles nicht funktionieren würde. Tolles Beispiel: die Helden der Flut in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Gut, dass es sie gibt. Genauso gut, dass sie viel Unterstützung ihrer Mitmenschen erfahren.

Doch genug der Rückblicke. Schauen wir voraus, denn dieser Monat hat es in sich. Wenn Sie diese Ausgabe in Händen halten, laufen vielleicht gerade noch die letzten Stunden des Töpfermarkts in Bad Bevensen. Und falls dieses Magazin etwas später zu Ihnen kommt, ist immer noch ein ganzes Paket voller Events in Bad Bevensen und Umgebung darin verpackt.

So finden vom 3. bis 11. September erneut die Wandelnächte im Kurpark statt. Stimmungsvolle Beleuchtung, Skulptu­ren und Projektionen laden zum Wandeln, Entspannen und Träumen ein. Das Glenn-Miller-Orchestra gibt sich die Ehre, im Park findet ein Weinfest statt – endlich einmal wieder –, es gibt Aktionen in der Innenstadt und natürlich die große Kartoffel-Festwoche, in der sich alles um das »Gold der Heide« dreht. In diesem Jahr übrigens ergänzt um die verschobene 800-Jahr-Feier der Bevenser Gilde, die durch Corona im vergangenen Jahr ausfallen musste. So ist eigentlich jeden Tag etwas los im Tourismus-Standort und seiner Umgebung.

Unser Team wünscht: Genießen Sie die hoffentlich noch kräftige September-Sonne und die vielen, durchaus hochkarätigen Angebote.

Ihr

Jürgen Schliekau, Herausgeber

P. S.: Vielleicht lernen wir uns in Zukunft noch etwas besser kennen, denn der Ortsverband der CDU hat mich zu seinem Bürgermeisterkandidaten für die Stadt Bad Bevensen bestimmt. Mir zur Seite gestellt wurde Andreas Czer­winski, der ehemalige Kandidat für das Samtgemeindebürgermeisteramt.

Ich freue mich über das Vertrauen und auf diese neue Herausforderung.

Falls Sie Fragen an mich haben, erreichen Sie mich montags bis samstags in der Zeit von 9 bis 10 Uhr unter der Telefonnummer 0151 50 74 55 01.

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