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Das Juni-Vorwort: Heimische Gaumenfreuden

Liebe Leserinnen und Leser,

nun hat es ja endlich einmal geklappt. Die ersten wärmeren Tage des Jahres haben Einzug gehalten, wenn auch nur kurz. Aber immerhin. Ein bisschen Wärme wird ja auch gebraucht für die Köstlichkeiten, die gerade in unserer schönen Gegend heranreifen. In normalen Jahren wäre der erste Spargel hier schon recht früh gestochen worden und auch die ersten heimischen Erdbeeren hätten ab Anfang Mai den Weg auf unsere Teller gefunden.

Eigentlich sind wir deutschlandweit ja bekannt als Kartoffelgegend. Hier werden wie fast nirgendwo in Deutschland Kartoffeln aller möglichen Sorten angebaut. Doch auch der Heide­spargel und die Erdbeeren haben hier bes­te Voraussetzungen für ihr Wachstum.

Es gibt also durchaus mehr als nur den Grünkohl, der sich allerdings auch größter Beliebtheit erfreut. Für meinen Geschmack darf es gern das lange Edelgemüse, der gute Heidespargel, sein. So richtig gut gekocht, dazu ein Röllchen Schinken, Kartoffeln und natürlich Sauce Hollandaise, wenn man denn nicht ganz so auf die Figur achten muss oder möchte. Eine gut gemachte Hollandaise, also nicht das Zeug aus dem Regal, ist ja schon ein geschmackliches Erlebnis. Ein Freund von mir meinte gar, eine gut gemachte Hollandaise sei das WD-40* unter den Soßen, damit schmecke einfach alles, nötigenfalls auch Tischbeine. Na dann guten Appetit!

Was ich damit sagen will: Ich freue mich jedes Jahr auf bestimmte Zeiten, in denen die heimischen Genüsse serviert werden können. Wie bereits erwähnt den Spargel, dessen Saison am Johannistag endet, damit er genügend Kraft für das Folgejahr bilden kann, und natürlich die Erdbeeren, in die ich mich förmlich reinknien könnte. Gerade in der Erdbeerzeit ernähre ich mich fast ausschließlich von diesen Rosoideae-Früchten. Ich kann davon einfach nicht genug bekommen.

Aber aus unserer Umgebung müssen sie kommen. Ich halte überhaupt nichts davon, dass Erdbeeren oder auch Spargel zu jeder Zeit verfügbar sein müssen. Es sind eben saisonale Pflanzen und so sollten wir sie auch genießen. Erdbeeren aus fernen Ländern hierher zu bringen mag ja für viele Menschen in Ordnung sein, aber ich denke an die Energie, die für den Transportweg gebraucht wird und verzichte dann. Es gibt auch andere leckere Dinge und die warmen Monate werden nicht müde, sie uns zu präsentieren.

Jetzt, wo ich das gerade so schreibe, denke ich unwillkürlich an unsere jährlichen Weihnachtsessen. Ich habe ja das große Glück, dass meine Frau sich gern einmal in der Küche austobt und so macht sie aus jedem Festtagsessen eine Hommage an den guten Geschmack. Die ganze Familie freut sich schon ab Anfang Dezember auf diese genussreichen Stunden. Meine Kochkünste beschränken sich ja eher darauf, dass ich das Wasser nicht anbrennen lasse.

Doch zurück in die warme Jahreszeit. Allenthalben kann man den ganzen Sommer über auf die kleineren und größeren Stände an den Wegen treffen, in denen die heimischen Waren feilgeboten werden. Und wenn man sie gerade nicht findet, gibt es z. B. die Wochenmärkte in den Orten oder Anbieter wie die Obstscheune in Tätendorf-Eppensen, bei denen man sich mit vorzugsweise heimischen Produkten versorgen kann. Auch der eigene Garten kann, sofern man einen besitzt, das eine oder andere Obst oder Gemüse hergeben. Und manches davon kann man auch, wie zu Omas Zeiten, einmachen und später genießen

Eigentlich habe ich ja jetzt schon genug vom Essen und Genießen erzählt, zumindest so viel, dass Sie, liebe Leserin, lieber Leser, mich vermutlich als Genussmenschen identifizieren. Schlussendlich aber geht es mir noch um etwas anderes: die vielen Restaurants nämlich, die sich ebenfalls mit der heimischen Küche gut auskennen und in Kürze vermutlich wieder besucht werden können. Lassen Sie sich einfach einmal verzaubern von dem, was die Felder um Bad Bevensen so hergeben. Sie werden bestimmt nicht enttäuscht sein.

Der Blick nach vorn, also in unser Magazin, verheißt dann auch mittlerweile einiges. Wir sind zwar vor Ort noch nicht wieder auf Betriebstemperatur, doch die BBM hat schon einiges vorbereitet. Was Sie im Einzelnen erwartet, lesen Sie auf den Folgeseiten. Und auch einen kleinen Rückblick auf fast 25 Jahre Senioren-Residenz unter der Leitung von Beate und Wolfgang Dahlke sowie weiteres, was sich wieder einmal verändert.

Wir, das Team der Bevenser Nachrichten, wünschen Ihnen jedenfalls wie immer viel Vergnügen beim Stöbern. Bleiben Sie optimistisch!

Ihr

Jürgen Schliekau, Herausgeber

*) WD-40 ist ein gern genutztes Universalöl für Hand- und Heimwerker, welches sowohl zum Schmieren wie auch zum Schützen und Säubern verwendet werden kann.

P. S.: Vielleicht lernen wir uns in Zukunft noch etwas besser kennen, denn der Ortsverband der CDU hat mich zu seinem Bürgermeisterkandidaten für die Stadt Bad Bevensen bestimmt. Mir zur Seite gestellt wurde Andreas Czer­winski, der ehemalige Kandidat für das Samtgemeindebürgermeisteramt.

Ich freue mich über das Vertrauen und auf diese neue Herausforderung.

Falls Sie Fragen an mich haben, erreichen Sie mich montags bis samstags in der Zeit von 9 bis 10 Uhr unter der Telefonnummer 0151 50 74 55 01.

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