Das Magazin finden Sie unter dem Vorwort

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Das Ausmalbild von Hans-Hermann finden Sie hier.

Ausmalen und bis 31. März 2021 einsenden an die Bad Bevensen Marketing GmbH, Dahlenburger Straße 1, 29549 Bad Bevensen.

Das März-Vorwort: . . . und es wurde Winter!

Liebe Leserinnen und Leser,

so kann es einem gehen. Meine Vorworte für Ihre »Bevenser Nachrichten« schreibe ich für gewöhnlich in der Mitte des Vormonats. Nur sind seit einiger Zeit die Möglichkeiten der Vorschau auf den nächsten Monat begrenzt. Bisher konnten wir das alles auf die Corona-Pandemie schieben. Klar, kann ja schließlich keiner ahnen, wie es wird oder was kommt. Oder hätten Sie vor einem Jahr mit diesen Auswirkungen gerechnet? Ich jedenfalls nicht in diesem Ausmaß.

Doch dass jetzt das Klima, welches sonst verlässlich immer wärmer wurde, uns auch noch einen Strich durch die Rechnung macht, zeigt deutlich, dass es nicht nur die Auguren des Wetters, sondern auch die der kommenden Geschichte immer schwerer haben werden.

Mitte Januar nämlich waren die meis­ten Vorhersagen noch so geartet, dass es ein milder, ja eher zu warmer Februar würde. Der Klimawandel und das ganze Drumherum schlugen sich in den Vorhersagen nieder. Als wir in den Druck gegangen sind, kamen erste Stimmen auf, dass der Polarwirbel sich splitten könnte. Und als wir ausgedruckt hatten und in die Verteilung gingen, war er in mehrere kleinere Wirbel gesplittet.

Einer hat sich zu uns verirrt. Ob das an den vielen pandemiebedingt eingesparten CO2-Emissionen liegt? Das erinnert mich unwillkürlich an einen alten Ausspruch meines Lieblings-Comedians Dieter Nuhr, der in einem besonders kalten Winter gewitzelt hatte, dass ihn die Polizei besuchte, um ihn zum Autofahren aufzufordern, weil es sonst noch kälter würde.

Die Kinder freuten sich sicher über den Schnee, aber dass stellenweise gleich so viel von dem weißen Zeug herunterkam und das Ganze auch noch mit scharfem Wind um die Ecken wehte, war zumindest für die Verantwortlichen in Land, Kreis und Stadt keine einfache Aufgabe. Immerhin ist man in aller Herrgottsfrühe unterwegs, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien.

Ich denke, zumindest hier in unserer Samtgemeinde haben die Mitarbeiter des Bauhofs einen tollen Job abgeliefert, wofür wir auch gern einmal Danke sagen. Es gibt zwar immer Leute, die etwas zu nörgeln haben an deren Arbeit, aber dann sehe ich etliche nicht geräumte Gehsteige und denke so bei mir: »Der Spruch ist nicht von ungefähr: ein jeder kehr vor seiner Tür . . . «.

Doch nun geht es ja in Richtung Frühling. Die Tage werden länger und heller und vielleicht kann man schon die ersten Kleinigkeiten im Garten erledigen, sofern es nicht noch einmal so kalt wird. Gebibbert haben wir jetzt eigentlich genug.

Frühling, das ist natürlich verbunden mit der Hoffnung, dass wir die Pandemie einigermaßen hinter uns gelassen haben, die manchmal nur schwer zu verstehenden Maßnahmen enden und wir alle etwas daraus gelernt haben: Die Regierungen von Bund und Ländern, dass sie etwas planvoller arbeiten sollten, transparenter vielleicht, um nicht allzu klandestin zu wirken, und die Menschen, dass es doch Wichtigeres gibt als Party oder die – »meine!« – persönliche Freiheit, wenn es um das Leben meines Nächsten gehen könnte. Schließlich war genug Elend in den Medien zu sehen. Da gibt es sicher noch vieles aufzuarbeiten.

Wir alle sollten jetzt uns über jedes Geschäft vor Ort, jeden kleinen Betrieb und jedes Restaurant freuen, welche die Zeit des Lockdowns überlebt haben und auch in den nächsten Monaten und Jahren noch existieren werden. Unterstützen wir diese, wo es nur geht, denn gerade von diesen hängt unendlich viel ab, was die soziale Interaktion vor allem in den kleinen Kommunen fördert und das Leben liebens- und lebenswert macht.

Das sind nämlich die kleinen alltäglichen Dinge, die uns das Internet nicht bieten kann. Der Plausch mit einem Bekannten beim Einkauf, das Klönen auf einer sonnenbeschienenen Bank in der Innenstadt, das Treffen auf ein Glas Wein in einem gemütlichen Restaurant oder ein gemeinsames Essen mit Freunden und ganz klar die Unterstützung vieler Aktionen und vor allem der Vereine vor Ort. Was einmal verschwunden ist, lässt sich nur mit viel Mühe oder auch gar nicht zurückholen. Und da hilft dann auch nicht der Ruf nach der Politik, die übrigens mit jedem wegbrechenden Gewerbesteuerzahler immer handlungsunfähiger wird.

Nun jedoch genug der Nachdenklichkeit. Gönnen wir uns einen Blick nach vorn.

Wie Sie ja sicher schon auf dem Titel erkennen konnten, haben wir nicht nur den zweiten Geburtstag von Corona erlebt, nein, es gibt im März einen ganz besonderen Geburtstag zu feiern. Hans-Hermann, das Eichhörnchen und der beliebteste Botschafter unserer Stadt, kann auf zehn Jahre stolz sein.

Der niedliche Nager hat sich ganz unaufdringlich und unkapriziös in unsere Herzen geschlichen mit seinen kleinen Abenteuern im und um den Kurpark herum und mit seiner Neugier auf alles, was in seiner kleinen Welt passiert. Grund genug, ihm einen kleinen Artikel zu widmen, sogar mit einem Ausmalbild; ein Lichtblick in einer ansonsten eher tristen Zeit, die ja nun, nachdem die Impfungen beginnen können, sich dem Ende entgegenneigen dürfte. Wie Sie an die schützende Injektion kommen, erläutern wir Ihnen übrigens ebenfalls in diesem Magazin.

So können wir also die ersten warmen Tage genießen und uns auf einen hoffentlich unbeschwerten Sommer freuen. Und wenn wir alle ein wenig achtgeben auf unsere Umwelt und unsere Mitmenschen, ein wenig das »ich« hinter das »wir« stellen, steht den freundlichen Monaten dieses Jahres nicht mehr allzu viel im Weg.

In diesem Sinne wünschen wir, das Team Ihres Magazins, Ihnen allen eine heitere Zeit mit Ostertagen, die wir hoffentlich wieder mit der Familie verbringen können.

Ihr

Jürgen Schliekau, Herausgeber

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