Das Typographeum – die Typowerkstatt

Das gibt es schon lange nicht mehr.

Die Abbildung zeigt eine Typograph-Zeilensetz- und Gießmaschine, die mittlerweile den Weg in unser Museum angetreten hat.

Nachdem noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Setzerei wie zu Gutenbergs Zeiten funktionierte, eroberten sich die Setzmaschinen, die mit einer flüssigen Legierung aus Blei, Zinn und Antimon ganze Zeilen gossen, ihren Platz in den klassischen Setzereien.

Ab den 1960er Jahren begann ihre Ablösung durch die Fotosetzmaschinen, denen ebenfalls keine lange Lebensdauer beschert war. Immerhin enthielten sie bereits „leistungsfähige“ Computerkomponenten. So hatte die Ende der 1970er Jahre aufkommende und bei uns verwendete „AM CompSet 560“ neben einem 8-Zoll-Diskettenlaufwerk immerhin 64 KB Speicher, war also vergleichbar mit einem C64, allerdings ohne dessen grafische Fähigkeiten oder gar einen Farbbildschirm.

Der Paradigmenwechsel begann in den 1980er Jahren, als „Desktop Publishing“ in aller Munde war. Mit dem Aufkommen leistungsfähiger Desktop-Rechner von Acorn, Apple oder IBM sowie weiterer Komponten „für den Schreibtisch“ war scheinbar vieles möglich geworden.

Oft genug stellte sich dann doch heraus, dass es etwas mehr bedarf als leistungsfähiger Komponenten. Wer gestalten möchte, sollte, sofern er nicht über ein ganz besonderes Talent verfügt, etwas über den Umgang mit Schrift und typographischen Elementen gelernt haben.

Und auch die Sicherheit im Gebrauch der deutschen Rechtschreibung sowie ein tiefgreifendes Wissen über Stile, Epochen, geschichtliche Hintergründe und ein brauchbares Allgemeinwissen sollten dazugehören. So ist gewährleistet, dass eine Drucksache oder auch ein Internetauftritt ansprechend aussehen.

Das Berufsbild des klassischen Schriftsetzers hat sich durch die Technik massiv verändert. Und so ist auch dieser einstige Beruf mittlerweile aus den Lehrplänen verschwunden. Wie bei fast allen anderen Berufen ist er ersetzt worden durch die modernere Variante, hier den Mediendesigner. Somit waren die "alten" Schriftsetzer ebenfalls zum ständigen Lernen angehalten. Denn was nützt der schönste Bleisatz, das schönste Linol- oder Zinkklischee, wenn die Verwendbarkeit begrenzt ist?

"Cross-Media-Publishing" nannte sich schon vor langer Zeit die Zukunft des Mediendesigns. Und genau das geschieht heute, denn auch die Bevenser Nachrichten, ein klassisches Papiermagazin, sind mittlerweile auf mehreren Kanälen zu finden.

Heute bieten wir Ihnen alles aus einer Hand.

Dabei kann es sich um eine kleine Einladungskarte handeln, ein Plakat für Ihre Veranstaltung, Briefpapier oder komplette Firmenausstattungen. Selbst kleinere Internetprojekte sind nach Ihren Vorstellungen möglich. Zusätzlich verlegen wir eine ganze Reihe historischer Abhandlungen aus der Geschichte der näheren Umgebung und sind gern auch für andere Autoren tätig.

Eine hochmoderne Druckvorstufe, ausnahmsweise übrigens ohne die von den Grafikern so hochgelobten Rechner mit dem Anbiss, modernste und immer auf dem aktuellen Stand gehaltene Hard- und Software für Grafik, Bildbearbeitung und Seitenaufbau, aktuelle Belichtertechnik, Buchdruck, Offset- und Digitaldruck lassen so gut wie keine Wünsche mehr offen.

Und Ihre Daten sind bei uns in sicheren Händen, denn sie werden nur dort gelagert, wo mit Sicherheit kein Außenstehender herankommt.

Die moderne Technik in Verbindung mit dem Fachwissen aus vielen Jahrzehnten meisterlicher Erfahrung gewährleisten Ihnen eine stets optimale Ausführung.