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Das Mai-Vorwort: Wiederholungen

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie kennen sicher auch diese Menschen, die immer denken, dass früher alles besser gewesen sei und dies auch noch teilweise recht lautstark postulieren.

Diese Mitmenschen müssten in diesem Jahr eigentlich sehr viel zufriedener sein, denn 2024 ist ja vieles früher. Ostern, Pfingsten, meine Liefertermine . . . alles also so recht nach deren Gusto. Doch vermutlich habe ich das gerade ganz falsch ausgelegt. Was ich aber gewiss nicht falsch auslege, sind so eherne, sich über die Zeit selbst beweisende Grundsätze, dass sich z. B. die Probleme von morgen nicht mit den Methoden von gestern lösen lassen. Alles hat seine Zeit bzw. seine Zeit gehabt und, wie der Lateiner so schön sagt: »Repetitiones non semper placent« – Wiederholungen gefallen nicht immer. Ein Satz, der übrigens dem römischen Dichter Horaz zugeschrieben wird.

Ich komme deswegen auf diese Anwandlung, weil ich öfter zu hören bekomme, dass man endlich wieder einmal dieses oder jenes machen müsste, weil das ja »damals so gut funktioniert« habe. 

Doch 1954 ist nicht 2024 und allein deshalb habe ich Zweifel 

Eine Konstante aber bleibt uns hier vor Ort erhalten und das konnten Sie schon auf dem Titelbild erkennen. Immer nach Pfingsten, in diesem Jahr also auch recht früh, findet das Schützenfest in Bad Bevensen statt. Eine der ältesten Gilden Deutschlands begeht hier ihre jährlichen Feierlichkeiten, zu denen das älteste Kinderschützenfest der Welt zählt.

Ja, Bad Bevensen hat viele solcher Einzigartigkeiten. So wurden hier beispielsweise die Grundlagen für die Forschung zur vorrömischen Eisenzeit gefunden, u. a. in Seedorf und Jastorf. Eine weitere dieser Einzigartigkeiten ist die weltweit älteste Sterbeversicherung auf Gegenseitigkeit, die sog. »Totengilde«, auch genannt »Unserer lieben Frauen Gilde«, deren Zweck natürlich die Versorgung der Hinterbliebenen war. Spuren dieser Totengilde lassen sich bis ins Jahr 1107 ausmachen.

Auch das ist eine Konstante, die noch »wie früher« jährlich ihren Gilderechnungstag, das sog. »Gilräken«, am 1. Montag im Juli begeht.

Das Fazit lautet also: Manche Dinge waren und sind so gut, dass sie nicht geändert werden müssen, andere eben nicht. Damit müssen wir umgehen.

Der Mai z. B. ist ein schöner Monat. Das war er auch früher schon und muss daher nicht geändert werden. Hier bei uns erwarten wir Besuch von der Marine, direkt in der Woche vor unserem Schützenfest.

Und auch sonst ist einiges zu erwarten. Der Start in die Freibadsaison ist für den 11. Mai geplant und wer zwar gern draußen, aber nicht unbedingt im Freibad ist, wird sich auf die ersten schönen Tage im Garten freuen können.

Im Gemeinderaum der Kirchengemeinde Himbergen findet am 17. Mai ein lyrischer Pianoabend statt, am 15. Mai kann man sich wieder über seine Lieblingsbücher austauschen und am 26. Mai auf dem Bücherflohmarkt »neue« gebrauchte literarische Schätze erstehen und damit die Bibliothek im Griepe-Haus unterstützen.

Im Kurhaus ist der hannoversche Meis­ter-Mogler DESiMO am 24. Mai zu Gast und natürlich ist der Kulturverein mit dem Pfingstkonzert des Wendland-Sinfonieorchesters am 21. Mai wieder dabei.

Und nun wünscht Ihnen unser Team einen genussvollen Wonnemonat!

Ihr

Jürgen Schliekau, Herausgeber

Falls Sie Fragen an mich haben, erreichen Sie mich montags bis samstags in der Zeit von 9 bis 10 Uhr unter der Telefonnummer 0151 50 74 55 01.

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Bevenser Nachrichten Mai 2024