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Das Februar-Vorwort: Heimatverbundenheit

Liebe Leserinnen und Leser,

wie Sie sicher schon an meinen mittlerweile doch recht vielen und manchmal sehr ausführlichen Vorworten gemerkt haben, bin ich meiner Heimat, »meiner Stadt«, wie ich auch gern sage, von Herzen verbunden.

Umso mehr treiben mich natürlich aktuelle Entwicklungen um. Heute war wieder so ein Tag, der mir sehr deutlich gezeigt hat, dass man mehr sehen muss als einen schönen Kurpark oder das nächste Kaffeehaus.

So hört man zwar allenthalben die Klagen, wenn ein Geschäft in der Innenstadt schließt, aber bei diesen Klagen lässt man es denn auch bewenden. Am eigenen Verhalten ändert sich häufig nichts.

Dabei hätten wir es selbst in der Hand, so etwas zu verhindern. Natürlich haben wir das Glück, in einer Stadt mit lebendiger Kaufmannschaft und kreativem Handwerk zu leben, dabei gleichzeitig nach wie vor viele Gäste willkommen zu heißen, die zur Belebung unserer Straßen beitragen.

Doch es gehört auch zur Heimatverbundenheit, jedenfalls sehe ich das so, dass man selbst etwas dazu beiträgt, die Stadt lebendig zu erhalten.

Man muss dazu einfach die Zusammenhänge sehen. Denn die Ausgaben für die Infrastruktur, also Straßen, Brunnen, Abflüsse, aber auch Beete, Bänke und Zierrat zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität einer Stadt werden zum einen durch Steuermittel der Einwohner, zum anderen durch Steuern und Abgaben der Unternehmen vor Ort erwirtschaftet. Logische Folge: Sinken die Einnahmen, dann geht das zu Lasten der Infrastruktur. Der schöne Kurpark müsste vielleicht darunter leiden oder Straßen können nicht repariert werden.

Natürlich, und da geht es mir sicher nicht besser als Ihnen, steigen derzeit die Belastungen in Folge der unsäglichen Handlungen in Europas Osten, aber auch in Folge der saft- und kraftlosen Maßnahmen gegen die Preistreiberei. Bevor allerdings unsere Heimat an Ausstrahlung und Attraktivität verliert, sollten wir schauen, ob wirklich jede Dienstleistung und jeder Einkauf über das Netz stattfinden muss. Das hat ja oft die beschriebenen Schließungen zur Folge, was dann wieder mit Gejammer verbunden wird. Außerdem kann man in unserer Umgebung vieles genauso günstig und vermutlich sogar umweltfreundlicher erhalten. 

Ich komme aktuell deswegen auf diese kritische Sicht, weil wir allein heute fünf Mal an der Haustür erklären mussten, dass unser Geschäft seit 22 Jahren in der Lüneburger Straße 26 beheimatet ist. Bei nachfolgenden Gesprächen stellte sich dann auch sehr schnell heraus, dass es anderen Unternehmen genauso geht. Das ist vielleicht ein Hinweis darauf, dass mancher sich absolut überhaupt nicht für das Wirtschaftsgeschehen in seiner Heimat interessiert und auch, nebenbei bemerkt, die Onlineshops der ortsansässigen Unternehmen nicht kennt oder nutzt. Und das finde ich bedauerlich.

Diese Bemerkungen mögen den einen oder anderen stören, doch gehört es zu den Aufgaben eines Redakteurs, auch unangenehme Wahrheiten zumindest anzusprechen. Jetzt aber genug davon.

In unserer Februar-Ausgabe erwarten Sie wieder jede Menge Informationen über das aktuelle Geschehen in unserer Samtgemeinde. Ob vom Frauenchor »Nette Begegnung«, über die Tätigkeit der AWO, des Fördervereins der Bibliothek im Griepe-Haus oder die Bevenser Gilde und ein Blick auf die Veranstaltungen vor Ort.

Unser Team wünscht Ihnen wie immer viel Spaß beim Stöbern und Lesen in unserem Magazin!

Ihr

Jürgen Schliekau, Herausgeber

Falls Sie Fragen an mich haben, erreichen Sie mich montags bis samstags in der Zeit von 9 bis 10 Uhr unter der Telefonnummer 0151 50 74 55 01.

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Bevenser Nachrichten Februar 2023